Zur Sendung vom 18. März 2022 - update

  • In der zweiten und letzten Potpourri-Sendung im März stelle ich euch zum einen Mina Richman, das Solo-Projekt der Deutsch-Iranerin Mina Schelpmeier, vor, und zwar auch ihren Song „Bad Girls“.


    In der zweiten Stunde die britische Sängerin, Songwriterin Elles Bailey, den Song „Riding Out The Storm“.


    Dazwischen etliche Infos, die aktuellen Filmnews und viel Musik, u.a. Texas, OMD, Los Lobos, Rubbish, Lubiland.


    Natalie Imbruglia


    Täuscht das, oder beginnen eigentlich alle australischen Pop-Karrieren in der Soap-Opera "Neighbours"? Wie auch immer. Natalie Imbruglia zumindest gibt dort zwei Jahre erfolgreich die Rolle der "Beth Brennan", bevor sie 1994 genug hat und zwei Jahre später ins Vereinigte Königreich übersiedelt. Schlauer Schachzug das. Denn die hype-süchtigen Briten sollen dem Charme und der Schönheit der 1975 in New South Wales geborenen Australierin, die mit drei Schwestern in einem kleinen Badeort aufwächst (der Vater ist italienischer Herkunft, die Mutter stammt aus Down Under) hoffnungslos verfallen.

    Ihr erstes Album "Left Of The Middle" verkauft sich im Lauf der Jahre über sechseinhalb Millionen Mal. Die Hit-Single "Torn" macht sie dann Anfang 1998 über Nacht zum Star. Der Award-gekrönte Track hält sich monatelang in den Charts und gehört zu den meistgespielten Titeln im UK-Radio ever. Und das obwohl mit exakt diesem Song zuvor die Bands "Ednaswap" und "Trine Rein" hoffnungslos floppen. Das Geheimnis des Erfolgs liegt wohl in Imbruglias unbekümmert-selbstbewusster Ausstrahlung in Kombination mit einem suggestiven Video. "I am cold and I am shamed, lying naked on the floor". Wer soll da widerstehen? Dass ihre Musik in "Neighbours" verwendet wird, lehnt sie übrigens ab.

    In der Folge hat sie die Nase von der endlosen Promotion-Arbeit voll, nimmt sich eine Auszeit und pendelt zwischen der Insel und den USA hin und her. Während dieser Zeit entsteht ihr Zweitling "White Lilies Island", der im Herbst 2001 erscheint. Die neue Platte ist recht eigenständig, stellt weder den Anspruch, sich an den alten Konkurrentinnen wie Alanis Morissette zu messen, noch ein zweites "Torn" abzuliefern. Man merkt deutlich den Trend weg von billigen Plastik-Pop-Produktionen hin zu rockigeren Sounds (zu ihren Vorbildern gehören Joni Mitchell oder Shawn Colvin).

    An der musikalischen Neuausrichtung hat übrigens der Ex-The Cure-Basser Phil Thornalley einen großen Anteil. 2002 ist ihre Musik in dem Film "Stigmata" zu hören. Natalie performt "Identify", ein Stück aus der Feder von Ober-Pumpkin Billy Corgan. Im selben Jahr wird sie eines der Gesichter des Kosmetikkonzerns L'Oreal und macht im Film "Johnny English" neben Rowan Atkinson aka Mr. Bean und John Malkovich erste Schritte als Filmschauspielerin.


    Weiter unter: https://www.laut.de/Natalie-Imbruglia


    Orchestral Manoeuvres in the Dark


    Orchestral Manoeuvres in the Dark (englisch für: Orchestrale Manöver im Dunkeln), kurz OMD oder O.M.D., ist eine britische Popband. Sie gehörte in den 1980er Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern des Synth Pops sowie der New Wave.

    1978–1984: Anfänge und Erfolge als Teil der New Wave

    Die britische Band wurde 1978 von Andy McCluskey (* 24. Juni 1959 in Heswall) und Paul Humphreys (* 27. Februar 1960 in London) gegründet. Auf ihrer ersten Englandtour 1978 waren sie Vorgruppe für Gary Numan. Die erste Single namens Electricity erschien 1979 bei Factory Records, produziert von Martin Hannett unter dem Pseudonym Martin Zero. 1980 erschien die erste LP Orchestral Manoeuvres in the Dark auf Dindisc. Aus dem Erstling wurden Messages (auch als 10″) und Red Frame, White Light als Singles ausgekoppelt. Gerade in diesen ersten Veröffentlichungen hörte man sehr deutlich, dass OMD stark von Kraftwerk beeinflusst wurde. Besonders Electricity wies musikalisch, textlich und konzeptionell starke Parallelen zum Album Radioaktivität von Kraftwerk auf.

    Aus dem im Herbst desselben Jahres erschienenen Folgealbum Organisation wurde die erfolgreiche Single Enola Gay ausgekoppelt. Die Erstauflage der UK-Pressung enthält unter dem Titel The Unreleased ’78 Tapes eine 7″ mit interessanten, teils recht experimentellen Mitschnitten früher Live-Auftritte.

    Ende 1981 folgte Architecture & Morality, das die Hits Souvenir sowie Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc) enthielt. Letzteres erreichte Platz 4 der UK-Charts und stand in Deutschland sogar vier Wochen lang auf Platz eins – es war 1982 die in Deutschland meistverkaufte Single-Schallplatte. Der Song war vor allem in Südostasien wochenlang in den Charts und wurde in den Radiostationen „rauf- und runtergespielt“. Weltweit avancierte der Titel zur meistverkauften und am häufigsten gespielten Single des Jahres 1982. Zu diesem Zeitpunkt ergänzten Martin Cooper (* 1. Oktober 1958) und Malcolm Holmes (* 28. Juli 1960) die Gruppe.


    Weiter unter: https://dewiki.de/Lexikon/Orchestral_Manoeuvres_in_the_Dark


    Texas


    Texas, das ist in erster Linie Johnny McElhone und nicht Sängerin Sharleen Spiteri, auch wenn diese immer im Vordergrund steht. McElhone gründet Texas im Jahr 1986 in Schottland, nachdem er vorher schon mit den Altered Images relativ erfolgreich war. Den Bandnamen entnehmen sie dem Film "Paris, Texas" von Wim Wenders, für den Ry Cooder seinerzeit den Soundtrack schrieb.

    1989 schaffen Texas auf Anhieb mit dem Debütalbum "Southside" und der Single "I Don't Want A Lover" einen Überraschungserfolg. Die Platte klettert bis auf Platz drei in den englischen Charts und so setzt sich der Name der Band in den Köpfen der Leute fest.

    Das Line Up besteht zu diesem Zeitpunkt aus Johnny McElhone (Bass), Sharleen Spiteri (Gitarre/Gesang), Ally McErlaine (Leadgitarre), Eddie Campbell (Keyboards/Gesang), Mykey Wilson(Schlagzeug und einziger Nicht-Schotte der Band) sowie Mark One (Tour-DJ), der für die künstlichen Sounds zuständig ist.

    Texas ist eine Band, in der viele einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Simple Rocksongs mit schöner Frauenstimme sind eben für eine große Anzahl von Leuten interessant. Der Erfolg bleibt ihnen die ganze Zeit über treu, auch wenn sie es bis 1999 nicht schaffen, zu Superstars aufzusteigen.


    Weiter unter: https://www.laut.de/Texas


    "Niemand ist davon ausgegangen, älter als 30 zu werden"

    Mit Drogen ist Alice Cooper fertig. Jetzt verbringt der Rocker seine Zeit mit Golfen. Ein Gespräch über Jugend und Alter anlässlich seines 28. Albums "Detroit Stories"


    Interview: Daniel Schieferdecker


    Alice Cooper, bürgerlich Vincent Damon Furnier, wurde schon genauso häufig für tot erklärt wie der Rock 'n' Roll selbst. In den Siebziger- und Achtzigerjahren schockierte er die Massen mit makabren Bühnenshows und inspirierte damit zahlreiche Musiker, die nach ihm kamen. Heute ist er 72, vitaler denn je und hat gerade sein 28. Studioalbum veröffentlicht.


    ZEIT ONLINE: Mister Cooper, Sie stammen aus Detroit, Ihr neues Album trägt den Titel Detroit Stories. In Deutschland ist Detroit vor allem für drei Dinge bekannt: Kriminalität, Autos und gute Musik. Was sollte man noch über die Stadt wissen?


    Alice Cooper: Detroit ist die Hardrock-Hauptstadt der USA. Der Rock aus Los Angeles war immer eher jazzy und sexy wie bei The Doors oder Dusty Springfield. In San Francisco gab es The Grateful Dead und Jefferson Airplane, in New York The Rascals und Velvet Underground. Alle hatten ihren eigenen Sound. Und Detroit war für seine Härte bekannt: Iggy and the Stooges, MC5, Bob Seger, Alice Cooper, Ted Nugent – alle Hardrock-Bands schienen aus Detroit zu kommen. Und diesem Umstand wollte ich mit der neuen Platte Tribut zollen. Ich bin da geboren, habe dort mit I'm Eighteen meinen ersten Hit gelandet. Und nun haben wir das gesamte Album dort geschrieben, mit Musikern aus Detroit zusammengearbeitet und alles in den legendären Rustbelt Studios aufgenommen.


    ZEIT ONLINE: Als Sie vor mehr als 50 Jahren mit der Musik anfingen, hätten Sie sich das Leben im Jahr 2021 so vorgestellt?


    Cooper: Als wir damals anfingen, hätte ich niemals gedacht, überhaupt so lange durchzuhalten (lacht). Damals galt ja noch das Motto: Live fast, die young. Niemand ist davon ausgegangen, älter als 30 zu werden.


    Weiter unter: https://www.zeit.de/kultur/mus…ogen-rockmusik-geschichte

    ~~ So wie oben, so auch unten ~~

  • Lotar

    Hat den Titel des Themas von „Zur Sendung vom 18. März 2022“ zu „Zur Sendung vom 18. März 2022 - update“ geändert.